Am 22. Januar 2026 war die junge Fado Szene aus Lissabon zu Gast im Hagenhaus in Nendeln. Im Zentrum des Abends stand ein Ensemble um den Gitarristen, Komponisten und Produzenten Diogo de Castro, der die Tradition des Fado behutsam öffnet und in neue klangliche Räume führt.
Gemeinsam mit Tomás Pauseiro an der Portugiesischen Gitarre, der Sängerin Carolina Varela Ribeiro, Manuel da Silva am Akustikbass und dem Geiger João da Silva entstand ein dichtes, atmosphärisches Klangbild.
Das Programm erzählte vom Fado als Musik der Sehnsucht, der Stadt und der Nacht. Eigenkompositionen standen neben klassischen Formen, improvisierte Übergänge verbanden Strophen und Refrains. Die Portugiesische Gitarre bildete den funkelnden Kern, Bass und klassische Gitarre schufen Weite und Tiefe. Ungewöhnlich und prägend war die Violine als zweite Erzählerin, die der Saudade eine neue Bewegung verlieh.